Zwei idea-Meldungen haben mich am Wochenende "berührt".
Da war zum einen
diese:
Bei einem Fußballspiel haben Pfarrer ein Team islamischer Geistlicher (Imame) mit 6:2 besiegt.
Und was glaubt ihr wer die Linienrichter waren? Ja, es waren Juden.
Und bei
dieser Meldung komme ich mir schon fast vor wie das
BILDblog, das manchmal Textfetzen für Textfetzen zerpflückt:
Eine neue Organisation wirbt vor allem im Internet für die Anerkennung eines homosexuellen Lebensstils durch evangelikale Christen und Gemeinden. Auf der Homepage von „Zwischenraum“ heißt es, die Initiative sei „für Menschen, die engagiert als Christen leben, von Jesus Christus fasziniert sind und die Freiraum brauchen, sich angstfrei mit sich selbst, ihrem Glauben und ihrer homo-, bi- oder transsexuellen Orientierung auseinanderzusetzen“.
Erstaunlich daran ist, dass die Organisation keineswegs neu ist, sondern schon seit 2003 existiert (
auch im Netz)
Weiter heißt es:
Einer der bekanntesten Unterstützer ist der evangelische Pfarrer Klaus Douglass von der Andreas-Kirchengemeinde in Niederhöchstadt bei Frankfurt am Main.[...] Douglass, der nach eigenen Angaben heterosexuell ist [...]
Okay, gegen
Douglass (
Andeasgemeinde) zu schießen, muss Pflicht sein, da er schwule und lesbische Christen unterstützt. So weiß die pietistische Leserschaft sofort Bescheid, welcher bekannte und erfolgreiche Pastor liberal ist (wie üblich, die vom Glauben abgefallene Landeskirche). Aber, so ein Mist aber auch, Douglass ist "nach eigenen Angaben heterosexuell" - klingt fast so, als wüsste idea da vielleicht mehr ...
Okay, gut gut, Douglass unterstützt Homos, das ist bekannt, "Zwischenraum" ist auch schon seit einigen Jahren aktiv (ein Blick in die
wikipedia hätte genügt). Was ist also der Grund für diese "News"?
Unter Hinweis auf die Position von Douglass bedauert der Rektor der Freien Theologischen Akademie (FTA) in Gießen, Prof. Helge Stadelmann, im FTA-Freundesbrief, dass Evangelikale "mit 20 oder 30 Jahren Verspätung auf den Zug der Zeit aufspringen".
Ah, jetzt ist klar. Der
FTA-Rektor hat in einem Freundesbrief Douglass und seine Haltung zur Homosexualität angeprangert. Und um irgendwie - und wenn es noch sowas von an den Haaren herbeigezogen und zurechtgebogen ist - eine Meldung daraus zu stricken, hat man "Zwischenraum" für neu erklärt, um Douglass' Unterstützung der Homosexualität sozusagen "tagesaktuell" zu untermauern. Sehr gut, idea, das ist geradezu meisterlich investigativ.
Tuesday, July 10. 2007 at 16:59 (Link) (Reply)
Thursday, July 12. 2007 at 00:13 (Link) (Reply)
Thursday, July 12. 2007 at 19:12 (Link) (Reply)
Thursday, July 12. 2007 at 23:46 (Link) (Reply)
lies was du lesen möchtest.
Friday, July 13. 2007 at 00:00 (Link) (Reply)
Gegen die Menschen habe ich nichts, aber gegen die Sache sehr wohl, deswegen kann ich gar nicht verstehen, warum der Klaus für sowas ist. hatte bisher eigentlich ein ganz gutes Bild von ihm..