Manchmal habe ich das Gefühl, dass es bei Gottesdiensten in Wirklichkeit nur darum geht, dass Christen sich gegenseitig ermutigend auf die Schultern klopfen (oder auch stöhnend zunicken), um sich in der eigenen Entscheidung für Gott bestärkt zu fühlen, und um dadurch zu wissen, dass sie an das Richtige glauben und nicht einer fixen Idee hinterherlaufen.
Sich so anfühlende Veranstaltungen wecken in mir dann den hin und wieder aufkeimenden Wunsch, dass Flitzer doch auch öfter mal durch Gottesdienste flitzen könnten (natürlich vor allem durch die, die von amerikanischen Pastoren geleitet werden).
Und es sind auch die Momente, in denen ich mir wünsche, aufstehen und nach vorne gehen zu wollen und zu sagen, dass es jetzt mal gut ist, dass es reicht, und dass alle nach Hause gehen und sich abreagieren können.
Aber das ist natürlich absurd.
Tuesday, December 16. 2008 at 08:34 (Link) (Reply)
Tuesday, December 16. 2008 at 19:30 (Link) (Reply)
In der prächtigen Schlosskirche tritt ein stattlicher Hofprediger, der Auserwählte des gebildeten Publikums, vor einen auserwählten Kreis von Vornehmen und Gebildeten und predigt gerührt über die Worte des Apostels: Gott erwählte das Niedere und Verachtete. Und da ist keiner, der lacht.
Thursday, December 18. 2008 at 20:36 (Reply)
Thursday, December 18. 2008 at 21:59 (Reply)
Obwohl es stimmt, dass das Schulterklopf-Symptom eines ist, das leicht unter Christen auftauchen kann, zumal in der heutigen Zeit. Es ist aber so ungefähr das Gegenteil des apostolischen Geistes. Deshalb sollte man eigentlich mehr Zeit unter seinen atheistischen Freunden verbringen (auch um sie zu bekehren), als unter schulterklopfenden Christen...
Tuesday, December 23. 2008 at 14:10 (Link) (Reply)
Tuesday, January 6. 2009 at 14:27 (Link) (Reply)