Das habe ich in einem
neoheidnischen Forum aufgeschnappt (die Rechtschreibung habe ich, wie man sieht, nicht korrigiert):
"Ich bin der Festen überzeugung das viele Heilige der Christen, umgewandelte heidnische Götter sind. Denn die Kirche kam bei der Christalisierung einfach nicht gegen weit verbreitete und hochangesehne Gottheiten an."
In die Heiligen-Schelte möchte der evangelikale Protestant in mir natürlich sofort einstimmen. Zumindest so lange, bis der Verstand einsetzt ...
Wednesday, April 8. 2009 at 21:12 (Reply)
As a matter of fact the Catholic Church has taken over with uproarious success the whole of this popular business of giving people local legends and lighter ceremonial movements. In so far as all this sort of paganism was innocent and in touch with nature, there is no reason why it should not be patronised by patron saints as much as by pagan gods.
Aus christlicher Sicht kann man sagen, dass man den Polytheismus (der keineswegs mit einem "Eingottglauben mal x" verwechselt werden darf) so interpretieren kann, dass sich die Heiden immer schon halb bewusst waren, dass ihre Götter nicht das Höchste waren; dass es darüber noch etwas gab, über das man nicht sprach. (Genau davon handelt übrigens Chestertons Buch.)
So gesehen ist die Heiligen- und Marienverehrung eine Hinführung dieser Ahnungen auf ihren eigentlichen Wahrheitsgehalt: Es gibt nur einen Gott, der als Einziger angebetet wird; aber Er ist nicht einsam, sondern will, dass die Menschen bei Ihm sind und an seinem Leben teilhaben - und diese sind eben die Heiligen.
Eine interessante und lohnende Lektüre zum Thema des Verhältnisses des Christentums zu anderen Religionen ist übrigens auch Glaube - Wahrheit - Toleranz von Joseph Ratzinger.
Friday, April 17. 2009 at 12:12 (Link) (Reply)
die theorie hat was. das würde letztendlich auch die übernahme heidnischer festtage besser legitimieren. - wie begründet er das? das buch klingt nach einer interessanten lektüre.
Friday, April 24. 2009 at 13:07 (Reply)
http://www.cse.dmu.ac.uk/~mward/gkc/books/everlasting_man.html
Nein, es geht keineswegs um die Übernahme heidnischer Feste. (Welche sollten denn die sein? Etwa Ostern, das Fest des "Todes" und der "Auferstehung" des Weizengottes Jesus-Osiris? Hähä...
Es geht eher darum, den Heiden (von damals oder von heute) vor Augen zu führen, dass die Dinge, an die sie glauben, in manchen Aspekten bereits auf die Wahrheit hinweisen. Im Grunde ist es nichts anderes, als das, was der hl. Paulus in Athen gemacht hat: Dein Heiden ihren "unbekannten Gott" zu verkünden.
Manche Dinge müssen dabei natürlich "gereinigt" und zurechtgerückt werden, z. B. dass man den einen Gott an die oberste Stelle stellt, dass man keine Opfer an Dämonen bringt oder Hexereiriten beiwohnt usw. Gleichzeitig macht es aber auch klar, dass die Heiden nicht allem abschwören müssen, was sie bisher geglaubt haben, sondern diese bloß in eine richtige Perspektive rücken müssen.
So können sie weiterhin eine Mutter im Himmel verehren (aber nicht anbeten!). Doch ist diese keine unberechenbare, einmal gebärende, einmal vernichtende Fruchtbarkeitsgöttin à la Ischtar oder Kali, sondern ein historischer Mensch, Maria, die von dem einen Gott, der allein angebetet wird, durch Seine unglaubliche Gnade in den Himmel gehoben wurde, da sie zu Seinem Plan, in ihrem Schoß Mensch zu werden, demütig Ja gesagt hat. Diese Mutter ist nicht jemand, vor der man Angst haben und die man mit Opfern besänftigen muss, wie bei den heidnischen Göttinnen, sondern eine ganz gütiger Mensch, der sich um ihre Kinder kümmert, aber deswegen noch immer Mensch bleibt, und damit auch ein Vorbild für die Gläubigen ist.
Ich weiß nicht, ob ganz klar ist, was ich sagen wollte... Im Grunde geht es darum, die schon vorhandenen Ahnung der Heiden von der Wahrheit als Weg zu nehmen, um sie zum wahren Gott zu führen.
Friday, April 17. 2009 at 12:16 (Link) (Reply)
Monday, April 27. 2009 at 22:01 (Link) (Reply)
Das würde meine gerade eben erfundene Theorie endlich bestätigen, daß die Götter der Germanen Katholiken waren, die mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit reisen konnten.
Friday, May 29. 2009 at 14:02 (Link) (Reply)
du hast mich schon als fan dieser theorie gewonnen.
Thursday, April 30. 2009 at 08:53 (Link) (Reply)
Friday, May 1. 2009 at 13:30 (Link) (Reply)
Thursday, May 21. 2009 at 20:59 (Link) (Reply)
Sunday, June 7. 2009 at 23:42 (Link) (Reply)
1. Heiligmäßig gelebt hat und so gestorben ist (bei "wildem" Vorleben muss eine Bekehrung nachweislich sein)
2. Bei Gott im Himmel ist und dort für uns wirkt (ein unerklärliches Wunder muss auf seine Fürsprache geschehen und anerkannt sein)
3. Als Vorbild und Fürsprecher öffentlich verehrt und angerufen werden darf (niemals angebetet!)
Thursday, June 11. 2009 at 18:26 (Link) (Reply)
Friday, August 14. 2009 at 22:35 (Reply)