Die Berner Zeitung berichtet über die Tendenz, dass an der Pädagogischen Hochschule in Bern immer mehr freikirchliche Gläubige studieren, und stuft dies als kritisch ein:
An der Pädagogischen Hochschule (PH) Bern studieren viele Gläubige. Das ist an sich noch kein Problem. Jedoch gibt es einige darunter, die dem freikirchlichen Glauben angehören und extreme Weltsichten vertreten. Wenn solche Studenten später unterrichten, kann das grosse Probleme mit sich bringen. Die PH hat daher bereits 2007 ein Nationalfondsprojekt aufgegleist, um die Vereinbarkeit von Glauben und Lehrtätigkeit zu untersuchen (siehe Kasten). Konkrete Schritte sind jedoch noch keine geplant, obwohl das Thema eigentlich eine schnelle Handhabe erfordern würde.
Vermutlich steht uns eine ähnliche Diskussion in Deutschland noch bevor. Gerade auch an den Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg sind (vor allem weibliche) Christen auffällig stark vertreten. Die christlich-moralische Einflussnahme, die von diesen jungen Studentinnen später im Lehrerberuf ausgehen kann, stellt sicher vor allem für viele Atheisten ein großes und beängstigendes Problem dar. Für den Rest dürfte es vermutlich kaum problematisch sein, das sieht man auch deutlich an dem Boom der christlichen Bekenntnisschulen unter nicht-gläubigen Eltern. Aber ganz sicher wird die taz das Thema eines Tages für sich entdecken ...
Friday, May 29. 2009 at 16:52 (Link) (Reply)
Spannende Frage: Schulen müssen neutral sein und das würde ich auch unterstützen, denn von dieser Neutralität profitieren wir ja auch! Andererseits: es gibt de facto keine Neutralität, jeder arbeitet aufbauend auf einem axiomatischen System und sei es noch so unreflektiert... tja...
Friday, May 29. 2009 at 17:24 (Link) (Reply)
nur, wenn ein medium in deutschland dieses thema aufgreifen würde, wäre es mit sicherheit die taz (evtl. noch die junge welt). deshalb erwähne ich sie.
Monday, June 8. 2009 at 21:18 (Link) (Reply)
Thursday, June 11. 2009 at 18:22 (Link) (Reply)